Zu Beginn der industriellen Revolution waren Dampfkessel in Regel noch durch eine beheizbare Walzenform gekennzeichnet. Aus diesen entwickelte man aufgrund von einer notwenigen erhöhten Leistungskapazität bei weniger Platzbedarf, eine neue Form, welche als Flammrohr Dampfkessel bezeichnet werden. Hierdurch wurde vor allem ein deutlich effektiverer Übergang der Wärmeenergie realisiert. Eine weitere Entwicklungsstufe stellte der Flammrohr- oder auch Rauchrohr Dampfkessel dar. Hierbei handelte es sich um eine benötigte Abwandlung der bisherigen Dampfkesselformen, welche aufgrund der sich stetig verbessernden Schweißtechnik von Nöten war. Die entscheidende Neuerung hierbei war besonders durch eine Wendekammer gegeben. Diese machte eine Weiterleitung des Rauchgasstromes durch die Flammrohre in die angeschlossenen Rauchgasrohrleitungen möglich. In der heutigen modernen industriellen Produktion greift man vorrangig auf Flammrohr Rauchrohr Dreizug Dampfkessel zurück. Diese Dampfkessel Systeme zeichnen sich durch ein Flammrohr, sowie 2 Gasrohrableitungen und eine im hinteren Bereich befindliche Wendekammer aus. Unter dem Begriff des Dreizuges versteht man in diesem Zusammenhang eine durchlaufende Heizfläche, welche sich zwischen den Hauptumleitungen des Gasstromweges befindet. Die Rauchrohrkomponente des beschriebenen Dampfkessel Systems gehört zu den Abhitzekesseln. Hierbei existiert im Regelfall eine Vorschaltung durch eine Gasturbine oder etwa einem Feuerungsraum. Der bereits erwähnte, in vielen Bereichen Anwendung findende, Großwasserraum Dampfkessel kommt hauptsächlich für niedrige bis mittlere Dampfdruckerfordernisse zum Einsatz. Aufgrund der einschlägigen Konstruktionsgrößen ist diese Dampfkessel Variante einem gewissen Leistungsmaximum unterlegen. Durch einen Manteldurchmesser von maximal 4 Metern liegt der höchstmögliche Dampfdruck bei etwa 32 bar. Dies entspricht einer stündlichen Dampfleistung von umgerechnet 28 Tonnen bei der Verwendung eines Flammrohres. Im Falle einer Konstruktion, welche zwei solche Rohrleitungen besitzt, entspricht die Leistung einem Wert von 55 Tonnen pro Stunde. Die Herstellung des Hauptmantels einer Dampfkessel Anlage erfolgt im Wesentlichen durch Schweißen. Bei kleineren Systemen ist es ebenfalls üblich, dass Teile der Ausstattung, sowie bereits Isolierungsabschnitte vorgefertigt werden. Ist letzteres der Fall, genügt es am Ort der Aufstellung lediglich eine Verbindung zum Dampfstromkreis zu kreieren, also die Dampfkessel Anlage mit den zugehörigen Komponenten zu verbinden und somit dessen volle Funktionalität herzustellen. |