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Wasserflaehe einfach selber zuechten

Gesunde Fische leben länger. Damit Sie auch gesund und kräftig bleiben, empfiehlt es sich, den Speisezettel mit Lebendfutter etwas aufzupäppeln und den Unterwasserschönheiten nicht immer nur langweiliges Trockenzeugs anzubieten.

Während Tubifex, Salinenkrebse oder Mückenlarven auf Dauer ganz schön ins Geld gehen können, stellt der gemeine Wasserfloh eine preiswerte Art von Lebenfutter dar, die zuhause sehr einfach und mit wenig Aufwand selbst gezüchtet werden kann.

Als Zuchtbecken eignet sich dazu eigentlich fast alles vom einfachen Kübel bis hin zum Gartenteich verwenden, wobei größeren Behältnissen definitiv der Vorzug zu geben ist, da diese von den Wasserwerten her nicht so schnell kippen und auch einfacher in der Pflege sind, weil man nicht so oft das Wasser auffrischen muss.

Für den Start eine Wasserfloh-Zucht reicht ein kleiner Beutel mit Wasserflöhen aus dem Aquariumshop (ca. 1 EUR) und ein Würfel Bäckerhefe. Das Zuchtbecken sollte ein paar Pflanzen und Posthornschnecken beinhalten und möglichst superhell stehen, um die Algenbildung zu begünstigen - die eigentliche Hauptnahrung der Wasserflöhe.

Wie immer muss das Backen zunächst etwas eingefahren werden, d.h. es sollte ca. 2-3 Wochen vor dem Besatz eingerichtet werden. Es sollte möglichst nicht nur Leitungswasser sondern am Besten auch altes Aquariumwasser oder Regenwasser verwendet werden. 

Wichtig ist außerdem ausreichend Sauerstoffzufuhr und ein Heizstab, denn es braucht schon etwa 22 - 24 Grad, damit die Daphnien sich kräftig vermehren. Mehr als 25 Grad hat allerdings den gegenteiligen Effekt: Sie sterben ab.

Der Zuchtansatz wird dann einfach ins Becken gegeben und einmal täglich mit der Hefe gefüttert. Hier ist äußerste Vorsicht geboten, denn es sollte keinesfalls zu viel Hefe verfüttert werden, die sonst vergammelt und man dann gleich alles wieder in den Ausguss kippen kann. Es darf immer nur so viel Hefe verfüttert werden, dass die Trübung nach einem halben Tag wieder verschwindet. Optimaler zur Fütterung sind spezielle Nährlösungen wie PREIS Microplan oder Algenpulver.

Die Flöhe gedeien bald schon ganz prächtig und werden dann einfach mit mit einem Kescher abgefischt, dann abgespült und frisch serviert. 

Jessica Enslein

Suchbegriffe: Wasserflohzucht, Lebenfutter, Jessica Ensleins

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Autor: Jessica Enslein
Datum: 28.11.2010
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