 Der Ruf von Augustusburg als Kurort besitzt eine lange Geschichte. Dem Erholungssuchenden ist hier Gelegenheit gegeben, sich auf bequemen Promenadenwegen zu bewegen. Lohnende Ausflüge erfreuen den Wanderer. Die reine Höhenwaldluft, die feierliche Ruhe ohne Behinderung durch Staub und Rauch geben schon nach kurzem Aufenthalt dem Gast ein Wohlbehagen. Der Schlaf stellt sich wieder ein und das Essen schmeckt. Kein Ort in der weiteren Umgebung ist geeigneter, den Alltagsgestreßten Ruhe und Erholung zu spenden als Augustusburg. Die Stadtverwaltung tut alles, um den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Ärzte und Apotheke sind vorhanden. Die Gaststätten und Pensionen sind bereit, den Frenmden gut und preiswert zu bedienen. Aber nicht nur im Sommer solte unser Augustusburg aufgesucht werden; der Wintersport kommt hier ebenfalls zu seinem Recht. Für den Skilauf bietet die nächste Umgebung beste Gelegenheit. Es besteht die Möglichkeit zu Lang- als auch zu Abfahrtsläufen und so mancher Freund des Ski wird gern zurückkehren, sobald er alle Schönheiten, die die Heimat bietet, entdeckt hat. Weshalb in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah! Eine Sprungschanze ist ebenfalls im Wald zu besichtigen. Zwei Rodelbahnen stehen dem Sportfreund zur Verfügung.Die Verkehrsverhältnisse sind denkbar günstig. Die Flöha-Lengenfelder Strasse führt durch die Stadt. Eisenbahnreisende steigen in Erdmannsdorf-Augustusburg (Strecke Chemnitz-Annaberg) aus und fahren dann mit der Drahtseilbahn nach der Stadt auf dem Berge. Die Drahtseilbahn ist eine der schönsten weit im Lande. 1911 wurde sie eingeweiht. Zwei Wagen mit je 70 Personen Fassungsvermögen hängen an den zwei Enden eines 1320, langen Drahtseiles. Der Betrieb ist elektrisch. Zwei automatische und eine Handbremse sorgen für Sicherheit. Die Größte Steigung beträgt 20 Prozent. Der Fahrpreis ist überaus mäßig. Des weiteren sind Autobus-Verbindungen vorhanden. Auch sonst bietet die Stadt den Besuchern manches Interessante. Unweit der Stadtkirche finden wir den Lotterhof. Er diente dem Baumeister der Augustusburg als Wohnung und wurde aus den Resten der alten Schellenburg gebaut. Die ind er Nähe stehende Loterlinde ist 1584 gepflanzt worden.
Die Enge Gasse könnte man als "Malerwinkel" bezeichnen. Die Waldkolonie, in den Wald eingebettet, erfreut jeden Besucher. Unter Denkmalschutz stehen: das Portal am "Weißem Hirsch", die Portale des nachtbarhauses Markt 1, das Portal in der Schellsieben, das ganze Schloß, der Stadtkern von Augustusburg mit der Kirche, der Pranger der Jägerhof und weitere Gebäude der Stadt.
Dem Naturschutz unterstehen: die Schloßlinde, die Lotterlinde and er Stadtkirche, die Buchen des Schloßberges, die Hainbuche in der Nähe der Rodelbahn.
Der Forscher kommt ebenfalls auf seine Rechnung. Der Geologe wird reiche Ausbeute finden. Höchst interessant ist die Kunnersteiner Verwerfung. Es lohnt aber auch ein Besuch des Eisensteines bei Grünberg, den Kalköhlen bei Plaue und des Wandernen Berges bei Falkenau.
Außerordentlich reichhaltig ist die Vogelwelt vertreten. Es kommen rund 70 Arten vor. Der Ornitologe wird seine helle Freude an dem munteren Treiben dieser Tierchen haben.
Der Botaniker trifft uf eine reichhaltige Pflanzenwelt. Reiche Ausbeute an Sumpf- und Wasserpflanzen gibt es an den Vier Teichen. Es sei bei der Gelegenheit nochmals auf das Jagt- und Naturkunde-Museum im Hasenhaus hingewiesen. Der Geologe, Botaniker, Zoologe und der Heimatkundler wird dort viel interessantes finden. |