Home Sitemap Kontakt Impressum
Home Artikel verfassen Die Besten Die Neusten Backlinks
Sie sind hier: Startseite / Recht-Politik-Gesetz > Aussenpolitik > Der Wandel der Gruenen in Oesterreich >

Artikelverzeichnis

 

Der Wandel der Gruenen in Oesterreich

Im Jahre 2006 freuten sie sich über das beste Ergebnis bei einer Nationalratswahl seit Bestehen der Partei. Der dritte Platz sorgte dafür, dass die Grünen den Posten des dritten Nationalratspräsidenten und einen Volksanwalt erhielten. Ersteres übernahm die heutige Parteichefin Eva Glawischnig und Volksanwältin wurde die oft in die Schlagzeilen gekommene Theresia Stoisits. All das passierte unter dem Langzeit-Chef Alexander Van der Bellen. Unter ihm wuchsen die Grünen stetig. Auch unter der Bevölkerung war der Wirtschaftsprofessor sehr beliebt. Auch deshalb weil er wohl einer der seriösesten Politiker in Österreich ist.

Über zehn Jahre war er an der Spitze der Partei - 2008 war dann Schluss. Die Grünen belegten den vierten Platz bei den vorgezogenen Parlamentswahlen, die FPÖ stieg auf und erreichte den dritten Platz und das Bündnis Zukunft Österreich hat sich mit einem Anstieg von vier auf 10 Prozent mehr als verdoppelt. Das war für „VdB", wie es auf den Wahlplakaten stand, zu viel - er trat zurück und ließ die ehemalige Sängerin und heutige Juristin Eva Glawischnig an die Spitze und seitdem blieb kein Stein auf dem Anderen. Die Partei wurde feministischer und driftete nach links ab, die Politik veränderte sich. Auch unter den Wählern bekamen sie weniger Zuspruch und wurde zunehmend unbeliebter. Die jüngsten Reformvorschläge und Personal-Rochaden ließen den potentiellen Wähler auf den Kopf greifen.

Sie verlangten zum Beispiel, dass der traditionsreiche Rathausmann in der Wiener Innenstadt ein weibliches Pendant zur Seite gestellt bekommt. Sie veranstalteten sogar einen Wettbewerb für Künstler. Was daraus wurde weiß man bis heute nicht, aber vermutlich verlief diese absolut kuriose Idee im Sand.

Knalleffekt war dann die Wahl zum Spitzenkandidaten für die bevorstehende EU-Wahl 2009. Der erfahrene und angesehene Parlamentarier Johannes Voggenhuber musste sich einer Kampfabstimmung gegen Ulrike Lunacek stellen - und verlor. Die Partei spaltete sich in eine Voggenhuber-Fraktion und eine Lunacek-Fraktion. Bis zuletzt versuchten Parteimitgliede den langjährigen EU-Abgeordneten zu überreden um auf Platz 2 zu kandidieren, doch das wollte er partout nicht. Sein Stolz war verletzt, er zog sich aus der Partei zurück und will nun nicht einmal eine Wahlempfehlung für seine Ex-Partei vergeben.

Unter Lunacek prognostizieren die Wahlumfragen eine herbe Niederlage für die Grünen. Vorteil könnte nur noch die geringe Wahlbeteiligung sein die definitiv vorstellig sein wird - momentan wollen lediglich 31 Prozent der Österreicher zur Wahl gehen.
Suchbegriffe: Politik,

Artikel bewerten

   
Bewertung: 4.00 / 5 (1 Stimmen)
Autor: Thomas Gutmann
Datum: 11.06.2009
© 2012 seo blog