 Das ist weiter nicht verwunderlich, den schließlich beeinflussen genau diese beiden Richtungen des Produktdesign und des Public Design unseren gesamten Alltag und daran möchte wohl jeder gerne gestalterisch selbst Hand anlegen.
Egal, ob wir eine Dose öffnen, uns ein Getränk kaufen, ob wir auf einer Parkbank Platz nehmen, überall stecken die Arbeitsprozesse von Produkt Design und Public Design dahinter.
Um in diesem Bereich zu arbeiten, muss man nicht unbedingt an eine Kunstuniversität den Lehrgang in Industrie Design besuchen, man kann auch den Weg als Praktikanten wählen und den Job von der Picke auf lernen. Ist die Studienrichtung mehr in grafischen und gestalterischen Theorien und geschichtlichen Zusammenhängen verfangen, so lernt man die unterschiedlichen Schritte vom Briefing bis zur Produktion von der Picke auf kennen. Im Studium muss man ein Projekt pro Semester selbst gestalten, wobei in höheren Semestern des Produkt-Design bereits real existierende Firmen oder stadtliche Institutionen wie etwa Schauspielhäuser zu Auftraggebern für eine ganze Klasse werden und zum Beispiel die drei besten Entwürfe und Umsetzungen letztendlich in Produktion gehen. Diese Möglichkeiten sind spannend, aber durch die Teilnehmeranzahl von mindestens zwanzig Studenten pro Klasse ist es für den betreuenden Professor schwierig ohne genau strukturierte Unterrichtsseinheiten die Arbeitsschritte klar und deutlich zu vermitteln. Diese Notwendigkeit besteht bei einem Praktikum in einer Agentur gar nicht. Jede Minute, Stunde und jeder Tag sind in genau diese Arbeitsschritte eingebaut. Das Briefing, die Orientierungsphase, die Analysen, die produkt-sprachlichen Funktionen, die ökonomischen Faktoren, die Produktion von Prototypen und Ergonomiestudien, Marktforschung und Wirtschaftlichkeitsanalysen, all das ist in Agenturen das täglich Brot. Es gibt als verschiedene Arten in diesen Beruf einzusteigen und jede geht die Thematik von einer anderen Richtung an. |