Ascot ist wohl die Traditionsveranstaltung für den ausgefallenen Hut. Doch in den letzten Jahren hat der Hut fernab von den Rennbahnen in Ascot immer mehr an Bedeutung verloren. Die Menschen tragen lieber Mützen, Kapuzen oder sonstige Kopfbedeckungen, aber keinen Hut mehr. Woran das liegt, darüber sind sich Trendforscher uneinig. Viele glauben jedoch, dass der Hut als eingestaubtes Relikt aus alten Zeiten gesehen wird und daher nur noch wenig Anklang findet. Viel positiver werden Mützen wahrgenommen. Daher steigen immer mehr vom Hut auf die Mütze um. Lediglich Ascot und einige weitere Pferderennevents sowie High-Society-Veranstaltungen in St.Moritz und Verbier bieten noch Anlass zum Tragen vom Hut. Doch auch hier ebbt die Resonanz in Sachen Hut immer mehr ab. Dadurch, dass dieser Event immer offener angelegt ist und immer mehr unterschiedliche Bevölkerungsschichten zugelassen werden, nehmen auch die ursprünglichen Traditionen innerhalb dieser Veranstaltungen ab. Folglich trägt hier bei weitem nicht mehr jeder Besucher Hut. Die Konsequenzen für die Hut-Macher sind gravierend. Längst gibt es nicht mehr in jeder Stadt einen Hut-Macher bzw. Hut-Designer, wie es früher einmal üblich war. Diese Art der Mode verliert also jede Existenzgrundlage. Ausschließlich in der Haute-Couture sind Hut und Hutmode noch angesagt und nachgefragt. Allerdings können sich lediglich 0,7% der Bevölkerung diese Hut-Modelle leisten. |