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Maenner wehrt Euch!

Zum Buch:

Bereits in der dritten Auflage befindet sich das erste Werk von Bettina Peters. Ein Ratgeber rund um Gleichberechtigung in der Beziehung zwischen Frau und Mann. Ein Buch für alle Menschen, die eine gleichberechtigte, glückliche Partnerschaft mit gegenseitigem Respekt, Toleranz und Liebe führen wollen.

1. Mythos: Frauen, das schwache Geschlecht

Dieser Mythos zieht sich quer durch alle Altersklassen, Gesellschaftsschichten, Historie und hält sich hartnäckig und unabhängig von Alter, Bildungsgrad, Geschlecht und Religion: Frauen gelten noch immer als das schwache Geschlecht.

Dabei müsste jeder schon aufgrund der in vielen Geschichtsbüchern zu lesenden Anekdoten eines begreifen: Frauen sind alles andere als schwach - sie wirken nur so!

Man findet in den Geschichtsbüchern in jeder Epoche kriminelle und blutrünstige Beispiele, dass Frauen eben nicht das „schwache" Geschlecht sind. Aber auch viele weniger blutrünstige Beispiele für starke Frauen findet man in der Historie.

Nicht umsonst gilt die Weisheit: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.
Und sorry Jungs, aber die hat meistens die Hosen an. Nur, dass Ihr das nicht merkt, wenn die Frau auch noch intelligent ist. Da habt Ihr einfach keine Chance!

Schon zuckersüße dreijährige Mädchen beherrschen das Spiel: Papa um den Finger wickeln - zum eigenen Vorteil. Selbstverständlich agieren die kleinen Engelchen nicht mittels bewusstem Denken. Dazu sind wir (zumindest in dem Alter) noch nicht fähig. Das liegt in unseren Genen und hat sich im Laufe der Evolution als überlebensnotwendig heraus kristallisiert. Und darum können wir das fast von Geburt an.
Das was uns dann noch fehlt, das erfahren und erlernen wir im Laufe unserer Erziehung und unseres Lebens.

Doch lasst uns zunächst einmal darüber nachdenken, was sich die Evolution dabei gedacht hat.

Also, wie war das bei den Steinzeitmenschen?

Männer mussten stark sein, auf die Jagd gehen, die Familie versorgen und beschützen. Je höher ihr Status nach außen, desto besser die Chance auf eines dieser weiblichen Wesen. Und bei den Steinzeit-Männern war eines angesagt: Das genetische Material so breit wie möglich zu verteilen, damit die größtmögliche Chance besteht, dass es überlebt.

Die Frauen mussten Heim, Herd und Familie umsorgen. Sprich das Futter, das der supertolle Jäger nach Hause gebracht hat zubereiten, Feuer machen, Höhe säubern usw. Und natürlich das Ego des supertollen Jägers streicheln, dass der - erstens weiter jagen geht und zweitens möglichst wenig das Bedürfnis verspürt, sein genetisches Material auch anderen weiblichen Wesen zur Verfügung zu stellen. Ferner der wichtigste Punkt, der Frauen zur Furie werden lässt: die Kinder aufziehen.

Die Männer mussten um die Frauen kämpfen, um eine an Land, bzw. in die Höhle zu zerren. Und auch nach dem in-die-Höhle-zerren gab es keine Ruhe. Andere Männer, die ja auch ihr genetisches Material verbreiten wollten, versuchten ständig Stunk zu machen. Es gab ständig Kämpfe. Nur der Stärkste hat überlebt.

Nun, meine Herren, was hat sich denn wirklich seit damals geändert?
Wir leben nicht mehr in Höhlen und viele Frauen jagen (arbeiten) selbst.
Aber sonst?
Nichts, rein gar nichts!
Was damals vor Urzeiten dazu beigetragen hat, dass die menschliche Rasse überlebt und sich weiter entwickelt, trägt heutzutage dazu bei, dass man euch ganz leicht unterbuttern kann. Denn es liegt auch heute noch in Euren Genen - das mit dem genetischen Material verbreiten und so weiter. Ferner die Versorgungstaktik, das um-die-Frauen-kämpfen, das Starksein und auch das Egostreicheln.

Damals fing alles an - und heute geht es weiter.

Es gibt eine Aussage von Cher: „Frauen, macht Euch schön, denn Männer können besser gucken als denken." Oder die Aussage, wenn der Kleine groß ist, setzt das Gehirn aus. Beides ist nicht ganz von der Hand zu weisen, oder? Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Auf die einzelnen Methoden Euch zu ködern kommen wir später noch zu sprechen.

Die wichtigsten (weil lebensnotwendigen) Instinkte sind essen und trinken, schlafen und der Sexualtrieb. Bei uns Frauen kommt noch der Mutterinstinkt hinzu. Ihr habt im Gegenzug einen tief verwurzelten Beschützerinstinkt.
Schlechter Deal Jungs!
Denn unserem Mutterinstinkt und dem schon in der Steinzeit erlernten Intrigenspinnen (gegen die anderen potentiellen Empfängerinnen Eures genetischen Materials) habt Ihr nur Euren Beschützerinstinkt entgegen zu setzen.

Außerdem bekommt Ihr schon als kleine Steppkes beigebracht: Mädchen haut man nicht. Und, dass die kleinen, ach so zuckersüßen und immer hübsch anzuschauenden (das bekommen wir nämlich beigebracht) Mädchen schwach sind und man die ..... na? Genau! Zu beschützen hat man die!
Ich erlaube mir an dieser Stelle ein äußerst breites Grinsen.
Diese Thematik könnt Ihr übrigens täglich in Familien, Schulen, ja selbst in Kindergärten beobachten.

Stellt Euch folgendes vor:
Ihr seid wieder kleine Steppkes und spielt mit einem der kleinen Engelchen. Die will Euren tollen, neuen Bagger. Ihr wollt den aber nicht rausrücken.
Wenn es gut läuft, flitzt das Engelchen heulend zu Mama: „Ich will auch mal mit dem Bagger spielen." Und Ihr steht als Geizhälse da und seid den Bagger erst mal los.
Wenn es schlecht läuft, habt Ihr erst einen engelhaften Schlag vor den Bug bekommen, den Bagger seid ihr auch los (den hat das Engelchen euch abgenommen).
Dieses Mal rennt ihr heulend zu Mama: „Die hat mich gehauen und mir meinen Bagger abgenommen." Dann bekommt ihr erst mal die Antwort: „Jungen heulen nicht." Und weil das süße Engelchen ach so goldig blinzelt, auch noch den Spruch gedrückt: „Jetzt lass sie doch auch mal. Du kriegst den Bagger doch später wieder."

Na, wisst ihr jetzt, warum ich so breit grinse?

Ihr habt auf jeden Fall verloren - und etwas gelernt. Nämlich, dass man den zuckersüßen Engelchen besser seine Wünsche erfüllt, weil man sowieso keine Chance hat.

So, ähnliches Szenario, nur seid ihr jetzt zwei kleine Steppkes, jeweils mit Bagger und dazu das kleine süße Engelchen.
Das fragt dich ganz lieb: „Darf ich deinen Bagger haben?" (Natürlich fragt sie, schließlich seid ihr zu zweit und zudem kann man euch ganz wunderbar gegeneinander ausspielen.)
Entweder rückst du den Bagger raus, weil du deinen Kumpel ausstechen willst. Oder, der ist schneller und hält (obwohl nicht gefragt) dem Engelchen seinen Bagger großzügig hin. Warum? Wegen dem um-die-Frauen-kämpfen-Gen!

Und derjenige, der seinen Bagger los ist? Na, der ist wenigstens der Held beim Engelchen. Zumindest die nächsten 10 Minuten. Denn dann kommt ein anderer Steppke mit ner ganzen Bagger-Flotte; und dem wendet sich das Engelchen dann zu. Wegen dem nur-der-Beste-darf-Gen.

Und dein Kumpel und du? Ihr habt Stress - wegen der Bagger-Aktion von vorhin!

Ihr lernt daraus, dass ihr die Aufmerksamkeit des Engelchens umso länger habt, je mehr ihr besitzt. Und darum habt ihr später nen Herzinfarkt und das Engelchen als Witwe eure Bagger.

Fazit: Das Engelchen gewinnt - immer!

Und im Erwachsenen-Alter? Ändert sich nicht viel. Wir werden immer besser!

Also, bezüglich des Mythos: Frauen, das schwache Geschlecht, kann ich euch nur einen Tipp geben: Vergesst das - und zwar schnell!

Suchbegriffe: Bettina Peters, Gleichberechtigung, Scheidung, Scheidungskind, entsorgte Väter

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Autor: Bettina Peters
Datum: 18.07.2008
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