 Je nach Größe des Geldbeutels fertigte man sich mehr oder weniger prächtige Rahmen- und Besuchskarten an. Erstmals in Deutschland, in Berlin, von professioneller Seite angeboten wurde die Herstellung, bzw. der Druck von Visitenkarten in der ,,Vossischen Zeitung", und zwar eben um das Jahr 1780 herum. Also zu der Zeit, in der die Blütezeit der Visitenkarten nach der Meinung von Historikern begann. Heute wie damals überlegten sich die Anbieter neue Drucke und Layouts aus. Das Bedürfnis nach Abwechselung wuchs nämlich auch bei den Nutzern der Visitenkarten. Dabei waren die die Visitenkarten immer ganz im Stil der Zeit gefertigt. Im 18. Jahrhundert hielten hierbei vor allem Barock- und Rokokoelemente Einzug als Verzierungen der Visitenkarten, aber auch Markenzeichen und Symbole der einzelnen Berufsgruppen spielten eine große Rolle. Schauspieler zum Beispiel hatten Masken auf ihren Visitenkarten. Schon damals setzte zum Beispiel diese Berufsgruppe Visitenkarten als Instrument für die Eigenwerbung ein. Gleiches galt auch für Musiker, die ihre Visitenkarten mit Instrumenten verzieren ließen. Möglich waren bald die unterschiedlichten Farbgebungen, denn auch die Drucktechnik erlebte gerade in dieser Zeit regelrecht eine richtige Revolution. |