| Eine ganz spezielle Untergattung in der Malerei ist die Tiermalerei, in der kunstvolle Bilder von wilden Tieren in ihrer natürlichen Umgebung, von Nutztieren oder auch von Haustieren als Ölgemälde oder Acrylbild entstehen. Die Tiermalerei erfordert hohe handwerkliche, künstlerische und visuelle Fähigkeiten des ausführenden Malers. Zunächst muss die Gestalt des jeweiligen Tieres, inklusive Muskelgruppen, Knochenbau und Mimik geistig aufgenommen und verarbeitet werden. Nachdem klar ist, in welcher Haltung und Umgebung das Tier dargestellt werden soll, muss zunächst eine Skizze mit Bleistift oder Kohle angefertigt werden. In dieser Skizze kann man erkennen, ob die Relationen stimmen und ob am Konzept des Gesamtkunstwerkes noch Veränderungen vorgenommen werden müssen. Wenn der Entwurf gefällt, kann er auf die Leinwand oder den jeweiligen Malgrund übertragen werden. Entweder mit dünnem Stift oder der Zeichenkohle, oder aber gleich mit den späteren Farben wird begonnen, das Tier zu gestalten. Mit verschiedenen Techniken, wie der Nass-in-Nass-Technik, der Wisch-Technik oder einem Auftragen mit Spachtelmassen entstehen die verschiedensten Effekte, die eine fast perfekte Illusion vermitteln und das Tier lebensnah darstellen können. Als Steigerung der zweidimensionalen Malerei es sogar möglich, das Tier plastisch zu formen und zu strukturieren. Diese Technik nennt sich Reliefmalerei und wird meist mit Holz und Leder hergestellt und im Anschluss bemalt. Durch überlieferte Darstellungen der Tiermalerei aus längst vergangenen Zeiten konnten Informationen zu längst ausgestorbenen Tieren in die Gegenwart übertragen werden. Auch als besonderes Geschenk eigenen sich solche Gemälde – ein Tierfreund wird sich sehr über die farbige und lebensnahe Darstellung seines Lieblings freuen. Dafür ist es nicht unbedingt nötig, das Tier lebendig zu sehen, oft kann auch ein gemaltes Bild nach einer Fotovorlage hergestellt werden. |