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Der Kunstbegriff in Bewegung

Schon seit der Zeit, in der sich die Menschheit mit der Malerei und der Gestaltung von künstlerischen Objekten ohne eigentlichen Gebrauchszweck beschäftigt, wird versucht, den Begriff der Kunst zu definieren. Sehr viele Theoretiker, Kleriker und Philosophen entwickelten ihre eigenen Theorien und Lösungsansätze zu diesem Thema.

Im unabänderlichen Wandel der Zeit entwickelten sich nicht nur die angewendeten Techniken und Darstellungsformen der Kunst, auch die Deutungen veränderten sich mit der Art der künstlerischen Objekte.

In einem berühmten Zitat erklärte schon Johann Wolfgang Goethe zu dieser Thematik: „Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen; darum scheint es eine Torheit, sie wieder durch Worte vermitteln zu wollen". Er also begreift die Kunst als eine geistige Erweiterung, welches den Horizont der Menschen auf unerklärliche Weise verschiebt und der Monotonie des täglichen Lebens eine klare Führung gibt.

In der modernen Zeit wird der Oberbegriff Kunst für sehr viele Teilbereiche im Leben genutzt. Nicht die bildende Kunst mit Malerei, Plastik und Skulptur, die darstellende Kunst mit dem Schauspiel und Theater sind die tragenden Säulen. Auch die akustische Kunst – also die Musik, ist eine wichtige Standfeste der Kunst.

Leider wird der Kunstbegriff oftmals ins Negative verschoben. Durch erbärmliche Graffiti-Sprayer, die öffentliche Einrichtungen mit grauenvollen Schmierereien verschandeln und große wirtschaftliche Schäden anrichten, Aktionskünstler, die mir mehr als anstößigem Auftreten in der Öffentlichkeit Aufsehen erregen wollen oder gewaltige rostende Stahlobjekte bekommt der Begriff des Künstlers eine sehr schlechte Anhaftung, die auf lange Sicht der Kunst nur Schaden zufügen kann. Auch arme Poeten und Parasiten, die auf Kosten der allgemeinen Gesellschaft existieren, werden oft als Künstler bezeichnet und erzeugen so eine unterschwellige Negativität beim Kunstbegriff.

Heutzutage können sich die meisten Künstler nicht mehr allein durch ihre Kunst finanzieren, die Vermarktung von Leistungen über verschiedene Produkte bedingt letztendlich den aktuellen Bekanntheitsgrad und Erfolg. Die Schnittstelle dafür bildet zum Beispiel die Produktgestaltung. So können Spielfiguren, die nach den Vorstellungen eines Künstlers angefertigt werden, millionenfach hergestellt werden. Mit einer solchen Symbiose profitiert der Künstler von der großen Auflage und der Steigerung seines Bekanntheitsgrades, der Hersteller des Spiels hat Nutzen von der Einmaligkeit und dem Wiedererkennungswert und somit vom letztendlichen Verkaufserfolg seines Spieles.

Suchbegriffe: Spielfigur, Spielfiguren, Spielsteine, Spielgeld, Würfel

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Autor: Bernhard Heß
Datum: 16.06.2008
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