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COPD Was besagt die Abkuerzung?

Von der „Raucherlunge“ und dem „Raucherhusten“ war umgangssprachlich immer schon die Rede. Und gleichzeitig wurde auch der Hauptverursacher für die Erkrankungen der Lunge bestimmt, deren medizinischer Fachbegriff unter der Abkürzung COPD bekannt ist.

Die allgemeine Umweltverschmutzung löst neueren Studien zufolge das Tabakrauchen als größten Risikofaktor für eine COPD-Erkrankung ab.

Dennoch sollte keinerlei Entwarnung hinsichtlich der Gefahren des Rauchens erfolgen. Auch Passivraucher sind betroffen. Hier auf die Risiken des Rauchens einzugehen, würde allerdings zu weit führen. Zusammenfassend kann aber gesagt werden, dass die Inhaltsstoffe des Tabaks den Entgiftungsmechanismus - das so genannte Selbstverdauen der Lunge - beeinträchtigen. Allerdings kann sich der Verzehr von zu viel Nitrit-Pökelsalz ebenfalls negativ auf die Gesundheit der Lunge auswirken, um nur einen weiteren einer Vielzahl von Faktoren zu nennen.

Der englische Begriff Chronic Obstructive Pulmonary Disease, kurz COPD, definiert die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

Obstruktion“ bzw. „obstruktiv“ steht für eine Verstopfung, für eine Verengung. Zutreffend ist in diesem Kontext der Begriff der Verengung, da eine dauerhafte Verengung der Bronchien vorliegt. Eine weitere Abkürzung bezeichnet die Symptome, die kennzeichnend sind für diese chronische Erkrankung der Lunge: AHA. An COPD erkrankte Patienten leiden unter Belastung an Auswurf, Husten und an Atemnot.

Der Begriff der Volkskrankheit, der im Zusammenhang mit der COPD gebraucht wird, klingt verharmlosend.

In Wahrheit stellt die COPD ein immenses Problem dar. Folglich sind die Zahlen, die mit COPD-Erkrankungen einhergehen, erschreckend: weltweit sind derzeit rund 600 Millionen Menschen erkrankt, davon in Deutschland geschätzte drei bis fünf Millionen. Die USA melden etwa 16 Millionen Erkrankte, und gleichzeitig ist die COPD in den Staaten die vierthäufigste aller Todesursachen. Damit nicht genug: die COPD ist die einzige der zehn häufigsten Todesursachen, deren Zahl weiter stetig zunimmt.

Wie kommt es zu einer COPD?

Die Aufgabe der Lunge ist der des Gasaustausches. Der Luft-Sauerstoff wird aufgenommen und Kohlenstoffdioxid abgegeben. Millionen von Alveolen (kleinste Lungenbläschen) sorgen für den reibungslosen Gasaustausch. So der gesundheitliche Idealfall.

Die diversen Schadstoffe wie Tabakrauch und Feinstäube (um hier nur einige wenige zu nennen) verursachen entzündliche Veränderungen des Lungengewebes. Die Folge: die Lunge büßt ihre Elastizität ein. Ein vollständiger Luftaustausch kann nun nicht mehr stattfinden. Es bleibt zu viel verbrauchte Luft zurück, und es kommt zu einer Überblähung der Lungen. Ein Teufelskreis, denn nun wird beim Ausatmen der Druck auf die Bronchiolen (kleine Bronchien) zu groß. Die Bronchiolen kollabieren und die Luft in den Alveolen kann nicht abgegeben werden.


Bei der COPD ist also vor allem das Ausatmen (Exspiration) behindert.

Die verbrauchte Luft kann nicht in vollem Maße abgeatmet (exspiriert) werden. In der Konsequenz fehlt der Raum für ein ausreichendes Maß an Frischluft. Die in gesundem Zustand aktiven Lungenbläschen werden im schlimmsten Falle große Emphysemblasen ohne jede Funktion. Somit wäre der Begriff des Lungenemphysems angesprochen.

COPD ist der Sammelbegriff für eine Gruppe von Lungenerkrankungen, die mit den genannten 3 AHA (Husten, vermehrter Auswurf und Atemnot) bei körperlicher Belastung einhergehen.

Vorrangig zu nennen sind die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem.

Der stark behinderte Gasaustausch führt im Anfangsstadium der Erkrankung zu chronischer Atemnot. Im weiteren Verlauf tritt die Atemnot auch im Ruhezustand auf. Dann wird von Ruhedyspnoe gesprochen.

Die COPD führt zu starken Einschränkungen der körperlichen Aktivitäten. Niemand als die Betroffenen selbst weiß besser, dass die Lebensqualität enorm leidet. Physische Aktivitäten werden auf ein Mindestmaß reduziert. Die Muskulatur wird kaum noch beansprucht. Herz-Kreislaufprobleme sind häufig die Folge.

Der behutsame Umgang mit dem empfindsamen Organ Lunge und selbstverständlich die Früherkennung zahlen sich immer aus.

Suchbegriffe: Airnergy, SOE-Therapie, COPD

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Autor: Kurt Sistig
Datum: 10.05.2011
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