Eltern sein ist nicht immer leicht. Und das von Anfang an. Auch wenn sich im Laufe des Lebens die Herausforderungen durchaus wandeln können, besteht zu Beginn für die frisch gebackenen Eltern vor allem eine Schwierigkeit: ein erholsamer Schlaf ist unmöglich. Das liegt insbesondere daran, dass das Neugeborene selber noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus hat und sich den Schlaf einfach dann nimmt, wenn es müde ist. Schwieriger haben es da die Eltern. Sie dagegen können den jahrelang antrainierten Tag-Nacht-Rhythmus nicht einfach so vergessen und sind somit an die Zeiten der Nacht zum Schlafen und Erholen gebunden. Durch den Schlafmangel fühlen sich die Eltern häufig erschöpft und sehr gestresst. Dieser Zustand ist für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend. Die Eltern machen sich eventuell sogar noch Vorhaltungen, dass sie nicht mit der angebrachten Ruhe und Gelassenheit handeln, die dem Kind gebührt. Im schlimmsten Fall merkt das Neugeborene auch noch, dass die Eltern aufbrausend sind. Obwohl auch kaum von heute auf morgen eine Besserung zu erhoffen ist, so lässt sich der Schalfrhythmus eines Babys doch trainieren. Wichtig dabei: immer ohne Zwang und Druck. Sofern das Neugeborene nämlich gezwungen wird und Druck ausgesetzt wird, ist dies äußerst hinderlich, da Kleinkinder unter solchen Umständen erst recht nicht einschlafen können. Und sofern ein Baby übermüdet ist, ist es selber angespannt und quengelig, was für Eltern noch nervenaufreibender ist. Man würde sich in eine Abwärtspirale begeben, die es in jedem Fall abzuwenden gilt. Es gibt aber ein paar grundlegende Richtlinien, die es einzuhalten gilt, mit deren konsequenter Anwendung man mit der Zeit gute Ergebnisse erzielen kann. Hierbei hat oberste Priorität, dem neuen Erdenbürger den elterlichen Tag-Nacht-Rhythmus auf liebevolle und natürliche Art vorzuleben. Um dies zu tun, sollte ein regelmäßiges Ritual eingeführt werden, um dem Kleinkind zu demonstrieren, jetzt ist es Zeit zu schlafen. Dazu sollte man etwa in der Wohnung das Licht dimmen, sich nur noch leise unterhalten, den Fernseher ausschalten, das Baby umziehen etc. Im letzten Schritt vor dem Schlafen sollte dann noch ein letztes Mal gefüttert werden, sodass das Baby keinen Hunger mehr hat, wenn es ins Bett gelegt wird. Wichtig ist es vor allem aber das Baby dann schlafen zu lassen, wenn es müde ist - auch über Tag. Versucht man nämlich ein Baby wach zu halten, damit es abends müde wird, erreicht man damit meist nur das Gegenteil, das Kind ist übermüdet und findet, sobald es dann schlafen soll, gar nicht mehr in den Schlaf. Daher sollte immer gelten, dass das Baby immer den gewünschten Schlaf erhält, damit es auch abends gut schlafen kann. Idealerweise leben die Eltern ihrem Baby den eigenen Schlafrhythmus vor und machen sich selber fertig fürs Bett, dann wird sich das Baby früher oder später diesem Rhythmus anpassen. |