 Eine Website gehört heute zum guten Ton einer jeden Unternehmung, egal welcher Größe und welcher Art. Neue Unternehmen investieren sofort in eine Website, viele alte Unternehmen haben den großen Trend verschlafen und wollen dies jetzt nachholen. Speziell bei Kleinst- bis Kleinunternehmen stellt sich dann jedoch die Frage: Wer realisiert die Website? Webdesign Agenturen und Freelancer Nach kurzer Recherche in Google wird man von einer Vielzahl von Agenturen mit scheinbar horrenden Preisvorstellungen überschüttet, die in ganz Deutschland verteilt ihren Geschäftsstellen haben. Diesen Webdesignagenturen stellen sich freischaffende Designer (Freelancer) gegenüber, mancher Unternehmer hat in seinem eigenen Freundeskreis einen solchen oder der Sohn/Tochter eines Freundes scheint sich damit auszukennen und sein Studium damit zu finanzieren. Diese warten mit deutlich geringeren Preisen auf. Statistiken besagen, dass professionelle Freelancer bis zu 25% günstiger sind als Agenturen, nebenberufliche Webdesigner (wie z.B. Informatik- oder Mediengestaltungs-Studenten) noch weit günstiger. Hier stellt sich die Frage, was zu empfehlen ist, woher kommt dieser enorme Preisunterschied? Muss man so viel Geld ausgeben oder tut es nicht auch ein Freischaffender? Diese Frage lässt sich nur in Bezug auf das Unternehmen beantworten. Die Agenturen Webdesignagenturen haben eine Vielzahl an Spezialisten: Designer, die sich nur um Layout und visuelle Wirkung der Website kümmern, Programmierer, die das Layout funktionsfähig in den Browser bringen und zusätzlich noch Formulare oder Content Managment Systems einflechten, Texter die sich allein auf das entwerfen von lesbaren und suchmaschinenoptimierten Texten spezialisiert haben, und womöglich noch Fotografen, die die Unternehmung in das rechte Licht rückt. Man sieht gleich, hier mangelt es nicht an Kompetenz. Doch gleichzeitig wollen all diese Spezialisten bezahlt werden. Zusätzlich kann eine Agentur durch ihre Größe und Kundendichte Service anbieten, der für einen Freelancer viel zu teuer wäre. So können z.B. bessere Suchmaschinenpositionen bewirkt werden, da beispielsweise in einer vielzahl von Firmeneigenen Blogs, Website o.ä. davon berichtet wird. Viele Agenturen leisten sich zusätzlich eine eigene Rechtsabteilung, die dafür sorgt, dass die Websites den aktuellsten Richtlinien der Impressumspflicht etc. folgen. Auf der anderen Seite ist da die Anonymität der Webagentur. Speziell bei den großen Agenturen bekommt man meistens nie ein Gesicht der Leute dahinter zu sehen. Daraus folgt ebenfalls, dass die Designer keinerlei Vorstellungen über die Personen hinter dem Kundenunternehmen haben. Die Freelancer Dies ist sehr wichtig bei kleinen Unternehmen, denn hier wird, mehr als bei großen, über die Website bereits eine Beziehung und Vertrauen zu dem Unternehmen aufgebaut. Das ist die große Stärke der Freelancer. Da sie viele der oben genannten Fähigkeiten abgeschwächt in einer Person vereinen, kann er die Eindrück aus dem Kundengespräch direkt in das Projekt einfließen lassen. Wirkt das Unternehmen eher konservativ oder modern, ist der Unternehmer schnell und dynamisch oder eher bedacht und vorausschauend? Solche Eigenschaften in das Design einer Website einzubringen klingt womöglich abstrakt, hat jedoch enormen Einfluss auf die Effektivität der Website. Es gibt eine Vielzahl von Websiten die Technisch hervorragend sind und deren Layout dem aktuellen Trend im kleinsten Detail folgen, jedoch am eigentlichen Unternehmensgeist vollständig vorbeischiessen. Das kann besonders im Dienstleistungssektor schlechte Folgen haben. Kommt es zum Treffen zwischen Unternehmer und Kunde, kann es plötzlich sein, dass der Kunde enttäuscht oder verunsichert über den Unternehmer ist, wollte seine Website ihm doch ein völlig anderes Bild von ihm/ihr unterbreiten. Im schlimmsten Fall entscheidet sich der Kunde, geleitet durch diese negativ Gefühle, gegen eine Auftragserteilung und die Mühen und Kosten des Unternehmers waren umsonst. Fazit Es gibt noch weitere Aspekte, die zu beachten sind, die jedoch den Rahmen sprengen würden. So bleibt es eine Frage der Unternehmensart und Größe, für welche Art der Dienstleistung man sich entscheidet. Große Firmen können sich eine teure Webagentur leisten, die die ganze Arbeit übernimmt, und ein Unternehmen, dass Geräte o.ä. verkauft und nicht mit dem Kunden direkt in Kontakt kommt, kann eine Website, die dem Geschäftsgeist nicht entspricht verkraften, aber kleine Unternehmen die nicht über das Geld verfügen und im direkten Kontakt mit dem Kunden stehen, sollten womöglich eher zu einem persönlicheren Freelancer greifen. |