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Der Kniestock, worauf ist zu achten?

Wer ein 1 ½ geschossiges Haus baut, muss sich zwangsläufig mit dem Thema Kniestock auseinandersetzen. Dazu sollte man wissen, dass der Kniestock normalerweise rechnerisch von der Oberkante der Bodenplatte bis zur Unterkante der Fußpfette gemessen wird. Im Massivbau findet man nicht selten in der Bau und Leistungsbeschreibung der Unternehmen einen Kniestock von 75 cm. Bei einer Dachneigung von 38 oder 45 Grad, kann es dabei jedoch schnell mal eng werden. Besser ist es, mit einem Kniestock von mind. 1 Meter zu planen. Damit passen auch die meisten Kommoden und Betten noch unter die Dachschräge. Doch Vorsicht! Diese kleine Erhöung von 25 cm kann richtig ins Geld gehen. Gerade dann, wenn der Hausvertrag schon unter Dach und Fach ist, und aus der Kniestockerhöhung ein sog. Nachtrag wird! Deshalb, gleich bei der Hausplanung von Anfang an die Möbelhöhe mit einberechnen! Damit vermeidet man ein böses Erwachen. Der Begriff Kniestock für diese Wand, wird häufig im Süden und in Mitteldeutschland gebraucht. In Norddeutschland bezeichnet man den Kniestock gerne fälschlicherweise als Drempelwand. Die klassische Drempelwand ist jedoch eine Holzwand die sich entweder unterhalb der Traufseite eines Binderdaches befindet oder innerhalb des gemauerten Bereiches zur nochmaligen Abtrennung von Wohnraum und Dach.
Suchbegriffe: architekt, bauen, fertigbau

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Autor: Bernhard Urlberger
Datum: 10.06.2011
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