| „Es gibt viel zu viele Akademiker und viel zu wenig Handwerker.“ war vor kurzem in den Zeitungen zu lesen. Und wer in letzter Zeit versucht hat, einen Handwerker zu bekommen, der wird diesem Satz nur zustimmen können. Daher sollten die jungen Leute wieder angehalten werden, in die traditionellen Berufe, wie z.B. Schreiner, Glaser, Installateur oder auch Fensterbauer zurückzukehren. Wenn wir uns hier den Fensterbauer herausgreifen wollen, so ist das ein Handwerksberuf mit einer gesicherten Zukunft. Denn trotz steigender Inflation und sinkendem Realeinkommen wird doch immer und überall gebaut. Ob es sich bei den Bauherren um Privatpersonen handelt, die sich ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen möchten, oder um große Unternehmen, die gewaltige Immobilien als Investitionsobjekte aus dem Boden stampfen – es gibt kein Gebäude ohne Fenster, Türen oder oft auch Garagentor. Auch Wintergärten erfreuen sich großer Beliebtheit. Somit kann das Auftragsvolumen der Fensterbauer als langfristig gesichert angesehen werden. Außerdem ist es auch ein sehr abwechslungsreicher Beruf, da hier mit unterschiedlichen Materialien wie Kunststoff oder Holz hantiert werden kann und auch häufig eine enge Zusammenarbeit mit dem Architekten notwendig ist, da viele Immobilien nicht auf Standardgrößen achten, sonder Fenster und Türen in spezieller Einzelanfertigung für das jeweilige Gebäude angefertigt werden müssen. Besonders bei den heutigen Hochhäusern mit hohem Glasanteil sind wirkliche Experten und Fachleute auf dem Gebiet des Fensterbaus gefragt. Der Beruf des Fensterbauers wird als eine Fachrichtung des Glaserberufes angesehen. Die Ausbildung zum Fensterbauer beträgt 3 Jahre und findet normalerweise im Rahmen der dualen Ausbildungsmaßnahmen sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt. Wer keine Lehrstelle finden sollte, kann auch eine rein schulische Ausbildung machen, die ebenfalls 3 Jahre dauert. Nicola Lavacca nesta123@gmx.net |