 Die ältesten Informationen über Waldkirch stammen etwa um das Jahr 918. Der schwäbische Herzog gründete laut diesen Informationen das Frauenkloster St.Margareten.Unter dem Schutz der Schwarzenberger, die die Kastelburg und Schwarzenburg erbauten, fand etwas später die Ansiedlung statt.Diese wurde im 13 Jahrhundert mit einer Stadtmauer gesichert.Das Stadtrech wurde von den Schwarzenberger Vögten im August 1300 verliehen.Als die Schwarzenberger ausstarben wurde Waldkirch Baden Hachberg zugeteilt und 1577 an Österreich verkauft.Ab 1805 gehörte Waldkirch zum Großherzogtum Baden.
Verwaltungssitz
Als sich 1567 die Herrschaften Kastel und Schwarzenburg zusammengeschlossen hatten und die kastelburg noch nicht zerstört war, gab es eine Menge Platz.Diese wurden nicht nur als Amtsstuben genutz,denn vor allem hatte man hinreichend platz für Gefängnisse.Im Schwedenkrieg ging die Stadt und das Amtshaus,das man ca.1603 dort hin verlegte in Flammen auf.Im Jahre 1655 erwarb die vorderöstereichische Niederlassung nach langer suche ein Anwesen zwischen dem Diebsturm und der Hinteren Gasse.Jedoch hielt das Anwesen nicht lange,denn es fiel 1677 dem Franzosenbrand zum Opfer.Es wurde aber anschließend wieder aufgebaut.
Die Kastelburg
Die Burg wurde etwa um 1254 erbaut und 1289 als Sitz der älteren Linie Eschenbach-Schwarzenberger urkundlich erwähnt.1324 wurde die gesamte Herrschaft an die Habsburger verpfändet,weil sie das Lösegeld von 400 Silbermünzen für den in Gefangenschaft geratenen Lehnsmann des Herzogs Walter Schwarzenberg nicht aufbringen konnten.Dies war der finazielle Ruin der Schwarzenberger.
Die Herschaft Kastelberg wurde dann 1354 an Martin Malterer aus Freiburg verkauft.Dieser stellte sich auf die Seite das Adels und unterstützte den Kampf gegen Freiburg.Als Stützpunkt dienet die Kastelburg gegen die Sadt,als ein seit 1343 bestehender Bündnisvertrag mit Freiburg gekündigt wurde.Da die Burg ein Mannlehen war, der Besitzer für seinen Landesherren in den Tod gegangen war und keinen mänlichen Erben hatte musste die Witwe und ihre Töchter die Burg verlassen.Durch mehrere wechsel der Lehbsherren stirbt als letzter Pfandinhaber 1556/57 Anton von Staufen.Seine Erben wurden von den Habsburgern mit fadenscheinigen Begründungen für aufgewendete Baukosten um 1500 gepellt.Gelegentlich wurde die Burg noch als Gerichtsort, Gefängnis oder als Kaserne genutzt.Markgräfliche Truppen eroberten 1632 die Kastelburg kampflos um von dort aus auch das darunterliegende Waldkirch einzunehmen.Dies war aber vergeblich.Die kaiserlichen Truppen eroberten die Burg nach harten Kämpfen und Beschießung in drei Tagen zurück.Den kaiserlichen Truppen erscheint die militärische Lage als haltlos und verbrennen,plündern und zerstören die Kastelurg um den 14./15. März 1643.Seit dieser Zeit steht sie als Burgruine.Es wurden einige Säuberungsaktionen durchgeführt bis die Kastelburg 1970 in den Besitz der Stadt gelangte.Im Jahre 2002 wurde von einigen Bürgern die Aktion ” Kastelburg in Not“gegründet.Seit dem werden immer wieder Erneuerungs und Sanierungsarbeiten geleistet. |