Vor der Erfindung des Champagners war die Champagne, eine Region im Norden Frankreichs, für qualitativ geringwertige Weine bekannt. Dies lag vor allem daran, dass diese Weine oftmals vor Einbruch des Winters nicht komplett vergären konnten und die Gärung im Frühjahr bei steigenden Temperaturen erneut einsetzte. Dies führte zur Bildung von Kohlensäure Bläschen im Wein, was damals als Weinfehler galt. Der Mönch Dom Perignon verwendete einen Großteil seines Lebens darauf, diesen Weinfehler durch fortschrittliche Produktionsmethoden zu beseitigen. Dies gelang ihm allerdings nicht. Dafür entdeckte er aber Verfahren, wie man die Bläschen kontrolliert in den Wein bringen konnte. Damit war der Champagner erfunden und sein weltweiter Siegeszug begann. Zunächst erfreuten sich die französischen Könige und Königinnen am Genuss von Champagner. Doch bald schon delektierte sich auch das Bürgertum an diesem hervorragendem Schaumwein. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Champagnerhäuser gegründet. Viele dieser Marken sind auch heute noch führend, man denke nur an Veuve Clicquot, Moet Chandon und Bollinger. Kriege, Wirtschaftskrisen und Revolutionen konnten den Siegeszug des Champagners nicht aufhalten und somit wird er heute als Begleiter von festlichen Erlebnissen weltweit geschätzt. |