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Die Geschichte des Fahrrads |
Im Jahre 1817 wurde die erste Laufmaschine mit lenkbarem Vorderrad konstruiert. Freiherr Karl Drais von Sauerbronn konnte diese Erfindung sein Eigen nennen. Der badische Forstbeamte Drais baute die Laufmaschine aus einem hölzernen Gestell, welches sich zwischen dem Vorderrad und dem Hinterrad befand. Um dieses Fortbewegungsmittel in Gang zu setzten, musste sich der Benutzter mit den Füßen am Boden abstoßen. Die Laufmaschine erhielt somit die Bezeichnung Draisine. Aus der hölzernen Draisine wurde im Jahre 1867 ein Fahrradmodell aus Stahl, dass mit Pedalen versehen wurde. Diese geniale Weiterentwicklung von der Laufmaschine des Freiherrn Karls Drais, zum Zweirad mit Pedale, war das Werk des Franzosen Pierre Michaux. Er baute die Pedale mit Tretkurbel direkt am Vorderrad ein. Das stählerne Radmodell, welches 1867 in Paris zum ersten Mal vorgestellt wurde, erhielt den Namen Michauline. Das Hochrad hielt im Jahre 1870 bis 1880 seinen Einzug. James Starley aus England reifte das Modell Michauline in das Hochrad Arial aus. Ausgestattet war dieses Hochrad mit Stahlfelgen, Haarnadelspeichen, gummiummantelte Pedalen und Vollgummibereifung. Er versah das Modell mit einem größeren Vorderrad – das Hinterrad war erheblich kleiner – um eine größere Übersetzung und somit eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Es wurden zu damaligen Zeiten Spitzengeschwindigkeiten des Hochrads von bis zu 40 km/h erreicht. Fortan galt das Rad als praktisches Fortbewegungsmittel. Wie bereits erwähnt, war das Hinterrad um vielfaches kleiner. Dies diente dem Zweck des leichteren Auf- und Abstiegs. Mit dieser Entwicklung witterte Straley den großen Durchbruch in Punkto Fortbewegungsmittel und stieg in das Fahrradgeschäft ein. In sehr kurzer Zeit erlangte das Hochrad eine enorme Beliebtheit. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass es ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Talent erforderte, um die Vehikel steuern zu können. Zum einen saß der Benutzer sehr hoch, und zum zweiten lag der Schwerpunkt des Rads sehr weit vorn. Die kleinsten Hindernisse auf Wege und Straßen sorgten für Stürze und oftmals zu schweren Verletzungen. Der Ruf nach einem verkehrssicheren Fahrrad wurde aufgrund der Instabilität und der Unfallgefahr immer lauter. Dies war der Anlass weiterzuentwickeln und die bereits gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. 1894 wurde dann das Niederrad mit Kettenantrieb und gleich großen Rädern entwickelt. Bis heute hat sich zum damaligen Grundtyp nichts wesentlich verändert. |
| Suchbegriffe: Fahrrad, Fahrräder, Geschichte, Mountainbike, Rennrad |
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| Autor: |
Oliver Hübner |
| Datum: |
01.07.2008 |
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